Serratus Lähmung

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spikex
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Serratus Lähmung

Beitrag von spikex » 7. Okt 2006, 12:02

Hallo
Ich habe mir auf der Arbeit den Serratus Nerv verletzt oder eingeklemmt. Diagnose Scapula Alata mit Serratus Lähmung. Dieses äußert sich nun in eine Bewegungseinschränkung und Kraftverlust im rechten Arm. Behandlung besteht im Moment aus Krankengymnastik und abwarten. Die Sache geht nun schon über 6 Monate und wird nicht besser. Hat das von euch schon mal einer gehabt oder kennt sich damit aus? Kriege langsam Panik das es ein dauerhafter Zustand wird, zumal auch ständige Verspannungen im Nacken dazu kommen. Was laut Aussage des Arztes normal ist weil hier die Muskeln nicht mehr richtig zusammen arbeiten.

-----Gruß Spike-----

Jupp
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Beitrag von Jupp » 7. Okt 2006, 15:58

Ich würde an deiner stelle nicht nur auf Krankengymnastik vertrauen!
Ich würde an deiner stelle ein leichtes Krafttraining machen!

Bankdrücken
Klimmzüge
Dips
Überzüge

2 mal diie woche!

du mußt bedenken dass wenn du es schon seit 6 Monaten hast,schlägt die Krankengymnastik nicht wirklich an und da brauch man sich auch nichts vor machen! Und außerdem was soll es bringen einen erschwachten Muskel nochmehr zu schonen?!"?-nichts- er muß wieder stärker gemacht werden und nicht nur dauergeschohnt werden!

Abgesehen davon hast du ja auch nicht viel zu verlieren wenn du es schon so lange hast!

"Ein verstauchter Daumen der nicht stillgelegt wird im sinne von Bandagieren verheilt in der Regel binnen 7 tagen und ein verstauchter Daumen der Bandgiert wird,sprich stillgelegt verheilt binnen ca.40 Tagen"

Ich hoffe dir ist klar geworden was ich damit sagen will!?

mfg

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Beitrag von spikex » 7. Okt 2006, 20:13

[quote="Jupp"]Ich würde an deiner stelle nicht nur auf Krankengymnastik vertrauen!
Ich würde an deiner stelle ein leichtes Krafttraining machen!

Bankdrücken
Klimmzüge
Dips
Überzüge

2 mal diie woche!

Hallo
So in der Art sieht meine Krankengymnastik auch aus, ist halt schwer die Finger vom Eisen zu lassen. Zumal es auch vom Arzt unterstützt wird. Das Problem ist ja mehr der Nerv der den Muskel steuert hat sich aus welchen Gründen auch immer verabschiedet, und andere Muskelgruppen müssen nun die Arbeit für ihn übernehmen. Kann zur Zeit auch nur an Maschinen trainieren weil mir mit Hanteln die Koordination fehlt.

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Beitrag von Master » 7. Okt 2006, 20:15

also ich würde auf keine meinungen aus dem internet hören, gehe zu verschiedenen ärzten!
hier haben doch die wenigsten eine ahung von der problematik und dein problem scheint schwerwiegend zu sein.
gute besserung!
PITT-Force Zögling

Ein Bodybuilder ohne Beine ist wie ein Haus ohne Steine

Wird er der Kraft nach ein Mann sein, so wird er es auch bald der Vernunft nach sein.
-Rousseau

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Beitrag von siemens » 8. Okt 2006, 01:02

hmm

.. wenn ich davon ausgehe, dass die diagnose richtig ist (differenzierung zur abschwächung der mm. rhomboidei) .. dann wäre noch wichtig zu wissen, ob der nerv geschädigt ist oder es nur eine abschwächung der durch ihn innervierten muskeln ist ..

.. in beiden fällen sollte dir ein pt helfen können (auch wenn dieses krankheitsbild nicht soo häufig ist - aber kommt vor soweit ich das einschätzen kann)

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Beitrag von siemens » 8. Okt 2006, 01:18

wenn der Nervus thoracicus longus geschädigt ist, ist es nicht möglich eine Elevation (Anheben des Armes nach vorne) über 90 Grad auszuführen.
Dies kann man (auch ohne Orthopäde) leicht selbst austesten: versuche den Arm nach vorne soweit wie möglich Richtung Kopf anzuheben. Sollte es dir gelingen den Arm mühelos weiter als 90 Grad anzuheben ist dein Nerv mit Sicherheit unversehrt. Dann macht es auch keinen Sinn diesen Nerv mit Elektrotherapie zu vitalisieren (er ist dann nämlich vital).
Ein Patient mit geschädigtem Nervus thoracicus longus hat ein echtes Problem und geht ganz von selbst zum Arzt, weil er eben den Arm nicht mehr hochheben kann.
Ein solcher Patient wird nicht durch den aufmerksamen Orthopäden auf dieses Problem aufmerksam gemacht!!!

Für eine eingeschränkte Beweglichkeit des Armes Richtung Elevation (man kann den Arm deutlich über 90 Grad anheben, fühlt aber gegen Ende der Bewegung einen deutlichen Widerstand) kommen als Ursache eine blockierte 1. Rippe und/oder eine verminderte Extension (Aufrichtung) des CTÜs (Übergang Halswirbelsäule und Brustwirbelsäule) in Betracht.

Der Nervus thoracicus longus versorgt nur einen Muskel, nämlich den Serratus anterior. Der N. Thoracicus longus kommt aus dem Plexus brachialis und dort wiederum aus C5-C7.
Bei einer Blockierung der HWS (würde es, wenn überhaupt, wohl eher zu Parästhesien im distaleren Versorgungsgebiet (Oberarm, Unterarm, Finger) als zu einer motorischen Lähmung kommen. Eine motorische Lähmung eines einzelnen peripheren Nerven ist auf KEINEN FALL ein Zeichen einer HWS-Blockierung sondern einer peripheren Nervenverletzung, bzw. einer peripheren Nervenkompression.

Eine funktionelle Scapula alata sehen wir in der Krankengymnastik häufiger, vor allem beim Aufstützen der Hände oder beim Zurückziehen der Schulterblätter. Hierbei handelt es sich um eine funktionelle Muskelschwäche des Serratus anterior (und der Rhomboideen).
Ursache können sein: falsches Trainig in der Mukkibude, wenig körperliche Aktivität wie monatelanges Sitzen vor dem PC, wenig Alltagsbelastung für die Arme, starke BWS-Kyphose, etc...

Trainieren kann man diese beiden Muskeln vor allem durch Beüben der Stützfunktion der Arme. Z.B.:
1. Hände an die Wand, Ellenbogen leicht gebeugt (ca. 30-45 Grad), Füße stehen hinter den Schultern, Schultern nach hinten und unten ziehen, und nun KLEINE wiederholte Bewegungen der Ellenbogen machen = Ellenbogen etwas beugen und wieder etwas strecken. Dabei mdie Brust rausstrecken und kein Hphlkreuz machen.
2. wie 1. aber die Position stabil halten (also nicht die Ellenbogen bewegen) und TIEF ein- und ausatmen.
3. die Unterarme auf einen Tisch auflegen, dabei sind die Ellenbogen automatisch gebeugt, die Füße stehen hinter dem Becken (dadurch kommt das Körpergewicht auf die Unterarme, der Oberkörper und die Beine bilden eine gerade Linie (kein Hohlkreuz machen), wieder die Schultern nach hinten und nach unten ziehen, Brustkorb nach vorne rausdrücken (kein Hohlkreuz!), und nun entweder diese Position halten und dabei TIEF ein- und ausatmen oder die Ellenbogen wieder in kleinen Bewegungen etwas beugen und strecken = der ganze Körper wippt etwas nach vorne und weider nach hinten.
4. Frauen - oder Männerliegestütz am besten wieder mit tiefer Atmung.

Also ausprobieren. Viel Erfolg dabei. Bin selbst Physio - Therapeut

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Beitrag von spikex » 8. Okt 2006, 19:40

Hallo
Danke für die Infos Siemens. Habe im Internet folgende Seite gefunden die ziemlich genau auf meine Probleme zutrifft, wie auch das abstehende Schulterblatt. http://www.schulterinfo.de/Info/Erkrank ... 0alata.htm Beim Heben des rechten Arms kippt die eine Rückenseite richtig weg, hebe ich gleichzeitig beide Arme sieht dies von hinten unsymmetrisch aus. Beim anspannen der Rückenmuskulatur sieht man dann auch das abstehende Schulterblatt. Werde wohl noch mal zu einen anderen Neurologen gehen um eine zweite Diagnose zu hören. Muss wohl weiter abwarten.
Ps http://www.physiotherapie.de/ hatte ich auch schon gefunden, mag gar nicht dran denken das es dauerhaft werden sollte.
------Gruß Spike-----

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Beitrag von siemens » 8. Okt 2006, 21:51

Am besten soll mal jemand deiner Bekannten an der Schulterblatt Spitze anfassen und schauen ob ein Vorlauf oder Rücklauf vom Schulterblatt da ist. Stelle dich gerade hin,der andere fest mit beiden Händen an das re und li. Schulterblatt. Nun hebst du beide Arme nach vorne hoch und wieder runter. 2 - 3 mal durchführen. Jetzt sollten entweder beider Schulterblätter gleich mit laufen. Aber wahrscheinlich werden sie ungleichmäßig sein.


Das beste wird sein Du suchst Dir einen Dorn - Therapeuten. Muß man meißt selber zahlen ( Teuer aber hilft). Der Weg lohnt sich . Probier einfach mal aus. Meine Patienten haben meißt keine Beschwerden mehr. Sie üben dann noch zu Hause,bekommen ein Programm mit was sie in der Praxis erlernen. viel erfolg.

Gib bescheid was aus deiner Schulter geworden ist.

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Beitrag von GenTlem4n » 9. Okt 2006, 10:40

Master hat geschrieben:also ich würde auf keine meinungen aus dem internet hören, gehe zu verschiedenen ärzten!
hier haben doch die wenigsten eine ahung von der problematik und dein problem scheint schwerwiegend zu sein.
gute besserung!
:thumbup:

Genauso sehe ich das auch. Ich denke das die wenigsten hier ein medizinische oder physiotherapeutische Ausbildung haben. Und daher ist alles was hier an Tips rüberkommt zwar gut gemeint, aber trotzdem unfundiert. Bei medizinischen Problemen dieser Art würde ich niemals darauf hören was mir Leute im Internet erzählen. Natürlich besteht die Möglichkeit das man auf jemanden trifft der das selber Problem hatte und eine ganz einfach Lösung kennt oder einen guten Arzt empfehlen kann. Aber alles anderen sind einfach nicht qualifiziert hier Empfehlungen abzugeben und wenn sie verantwortungsbewusst wären, würden sie das auch nicht tun.

Gruß

GenTlem4n
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Mein Blog: http://www.nicodoescrossfit.com/

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Beitrag von spikex » 9. Okt 2006, 21:37

Gib bescheid was aus deiner Schulter geworden ist.[/quote]

Hallo
Diesen Satz habe ich schon öfter gehört Trainer, Masseur muss wohl eine seltene Angelegenheit sein. Ich habe Freiteig einen Termin bei der Krankengymnastik und Montag beim Hausarzt, werde da mal fragen wie es jetzt weitergehen soll. Bin natürlich auch bereit Kosten für eine weitere Behandlung zu übernehmen, aber nur wenn die erfolg verspricht. Man sieht heutzutage schon soviel in den Arztpraxen an Werbung für Kostenpflichtige Behandlungen wo einen nur das Geld aus der Tasche gezogen wird.


-----Gruß Spike-----



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